Mitgliederversammlung 2026 der Damwildhegegemeinschaft Hohenlohe

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Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 18. März stand neben dem üblichen Procedere 
ein Vortrag zum Thema „Wieviel Wild verträgt der Wald - wieviel Wald benötigt das Wild“ auf dem Programm. 
Neben einer stattlichen Anzahl von Mitgliedern waren u. a. auch mehrere Vertreter der Unteren Jagdbehörden Hohenlohe und Schwäbisch Hall anwesend. 
Die beiden Referenten, David Wiedemer, akad. Jagdwirt bei der Stadt Offenburg und Maximilian Lang, Wildtierbeauftragter des Ortenaukreises, 
präsentierten den interessierten Zuhörern einen Vortrag zu dem in der Stadtjagd Offenburg angewandten nachhaltigen Jagdbetrieb auf Schalenwild 
- insbesondere auch auf Damwild. Allem voran stand der Grundgedanke, dass es nur im Zusammenspiel aller gelinge, Wild und Wald gemeinsam zu denken, 
um ein hier ein Maximum zu erreichen. Ein gesunder und angepasster Wildbestand ist dabei genauso wichtig wie die Naturverjüngung für das Ökosystem. 
Stellt es dabei dann nicht einen Widerspruch dar, wenn man das Damwild nicht als heimisches Wild betrachtet, gleichzeitig aber im Forst eine ganze Reihe an nicht heimischen Baumarten einbringt? Bei allem für und wider muss immer die Wildbiologie und Anpassung des Jagdbetriebs auf die Belange der jeweiligen Art angepasst werden.

In der Stadtjagd Offenburg wird dies seit Jahren unter anderem durch erhöhte Abschüsse bei Reh- und Damwild, 
einer Verlagerung des Abschusses auf weibliche Stücke (Zuwachsträger) sowie der Bejagung auf Kultur- und Naturverjüngungsflächen im Wald praktiziert. 
Eine Bejagung im Feld, wo das Reh- und Damwild nahezu keinen Schaden anrichtet, findet nicht oder nur ganz ausnahmeweise statt.
Die sich an den Vortrag anschließende Diskussionsrunde wurde sowohl von den Vertretern der Unteren Jagdbehörden als auch von den Mitgliedern 
ausführlich in Anspruch genommen. Am Ende bedankte sich der Vorsitzende Rainer Ott bei den beiden Referenten für diesen fachlichen und engagierten Vortrag, der bei den Zuhörern großes Interesse weckte und sicherlich auch noch lange anhalten wird.

Bildunterschrift: David Wiedemer (links), Maximilian Lang (rechts)