Neue Fälle von Hasenpest (Tularämie) bei Feldhasen im Landkreis Schwäbisch Hall

Erstellt am 06.06.2016

Zwei Feldhasen aus den Gemeinden Michelbach an der Bilz und Braunsbach betroffen.

Das Landratsamt Schwäbisch Hall - Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz - bittet weiterhin um besondere Vorsicht.

Bei einem Feldhasen, der Anfang Mai bei Oberrot tot aufgefunden worden war, hatte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Fellbach als Todesursache eine Infektion mit dem Erreger der Hasenpest (Tularämie) festgestellt.Nun wurde der gleiche Erreger als Todesursache bei zwei verendet aufgefundenen Feldhasen aus den Gemeinden Michelbach an der Bilz und Braunsbach nachgewiesen. Das Veterinäramt bittet die Bevölkerung im Landkreis, verendet aufgefundene Feldhasen oder Feldhasen mit fehlendem Fluchtverhalten nicht zu berühren und den Fund unverzüglich dem zuständigen Jagdpächter zu melden. Die Erkrankungsgefahr für Hunde ist zwar geringer einzustufen, trotzdem sollte der Kontakt von Hunden mit verendeten oder auffälligen Hasen unbedingt vermieden werden. Das Veterinäramt empfiehlt daher den Hundehaltern ihre Hunde nicht unkontrolliert laufen zu lassen oder beim Spazieren gehen anzuleinen, wenn das Risiko eines Kontaktes zu einem infizierten Wildtier sicher vermieden werden soll.Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die durch den Erreger Francisella tularensis hervorgerufen wird. Das Bakterium befällt vor allem Feldhasen und Nagetiere, andere Wildtiere und Haustiere können sich ebenfalls infizieren. Gefährlich ist der Erreger aber auch für den Menschen, bei dem nach einer Infektion schwerwiegende Krankheitserscheinungen auftreten können. Eine Übertragung der Krankheit findet über direkten Kontakt mit infizierten Tieren statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Landratsamt Schwäbisch Hall

Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Eckartshäuser Straße 41

74532 IlshofenTel.: 07904 / 7007-3240

 

 

Erstellt am 06.06.2016
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