Jahreshauptversammlung 2017

Am 18.März begrüßte Kreisjägermeister Robert Volpp die Mitglieder und Gäste zur diesjährigen Hauptversammlung.

Erstellt am 20.03.2017

Die Begrüßng begann mit den Worten:

“Die Reihe der Ehrengäste ist heute sehr dünn besetzt, da sich viele geladene Gäste wegen anderer Termine entschuldigt haben“.

Begrüßen konnte er:

-den Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN Herrn Harald Ebner

-als Vertreter des Landratsamtes den ersten Landesbeamten Herrn Wirth, sowie als weitere Vertreter Herrn Günther Geissler und Herrn Weik von der Forstverwaltung.

vom Polizeirevier Künzelsau den ersten Polizeihauptkommisar Herrn Kiesel,

vom Bauernverband Herrn Jürgen Maurer und von der FischHegeGemeinschaft Jagst den Vorsitzenden Herrn Markus Hannemann.

Als weitere Gäste die stellvertretende Kreisjägermeisterin von der KJV Schwäbisch Hall Frau Winterfeld und von der KJV Crailsheim die Kreisjägermeisterin Frau Dr. Baeuerle, sowie als besonderen Gast den leitenden Ministerialrat vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Herrn Karl-Heinz Lieber

Totenehrung:

Im vergangenen Jahr mussten wir leider elf Jagdkameraden und Mitglieder unserer Jägervereinigung auf ihrem letzten Weg begleiten.

Verstorben sind am:

13.05.2016 Herr Dieter Müller aus Bretzfeld-Geddelsbach,

17.05.2016 Herr Herbert Lederer aus Weißbach,

26.05.2016 Herr Walter Burkert aus Niedernhall,

27.06.2016 Herr Andreas Bühlmayer aus Neuenstein,

26.08.2016 Herr Julius Goll aus Mulfingen,

20.09.2016 Herr Helmut Knaut aus Kupferzell,

28.10.2016 Herr Hermann Retter aus Gaildorf,

01.11.2016 Herr Wilfried Metzger aus Bretzfeld,

16.11.2016 Herr Eberhard Fuchs aus Gerlingen,

15.12.2016 Herr Harald Koch aus Ingelfingen- Dörrenzimmern,

05.03.2017 Herr Heinrich Häfner aus Dörzbach-Hohebach.

Die Jagdhornbläser gedachten ihnen mit dem Signal „Jagd vorbei“ und „Halali“

Grußworte der Ehrengäste

Im Grußwort von Harald Ebner war eine neue Einstellung der Grünen zur Jagd wahrzunehmen.So hat man wohl endlich erkannt,das es für unsere gesunde Natur ein breites Spektrum an Schutzmaßnahmen bedarf. Unsere Wälder leiden durch Struktur-und Klimawandel unter Stress. Ein weiterer Stressfaktor ist der Wildverbiss.Und man musste wohl auch feststellen,das Schutzmaßnahmen sehr teuer und zeitaufwendig sind.Plötzlich hörte man Töne wie Brauchtum,Tradition und das Jäger einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

Auch Gotthard Wirth ging in seinem Grußwort darauf ein, daß wir alle zusammen bestrebt sein sollten, dass ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Kleine Schritte der Annäherung hat es mit Änderungen im JWMG ja schon gegeben.Aber diese passen leider nicht für alle Regionen unseres Landes.So wird man in unserer Region im März wohl keinen Schnee,auch nicht 50% im Wald und auf Freiflächen finden, um die Bejagungsmöglichkeit von Wildschweinen im März im Wald zu haben.Bei der Winterfütterung von Rehwild bringt uns auch die Reduzierung der Mindestfläche von 2.500 Hektar auf 1.500 Hektar, nichts,da es hier keine so grossen Reviere gibt. Eine erfreuliche Neuigkeit war, daß der Kreistag noch vor der Sommerpause über den Antrag auf Abschaffung der Jagdsteuer abstimmen wird.

Polizeihauptkommisar Kniesel bat die Jägerschaft um gute Zusammenarbeit bei Wildunfällen. Denn sie haben die Pflicht den zuständigen Pächter anzurufen und verhelfen ihm somit auch zu seinem Aneignungsrecht am Wild.

Jahres und Rechenschaftsbericht des Kreisjägermeisters.

-Zu Beginn des Jagdjahres 2016 / 2017 wurde beim Landratsamt die Gründung von Hegegemeinschaften zum Schutze des Niederwildes Hegering weise eingereicht. Fünf Hegegemeinschaften sind bestätigt und ich bitte darum, dass auch die sechste Hegegemeinschaft noch gegründet wird.

-Es wurde für den Schießstand im Bühlhof ein Gutachten zur sicherheitstechnischen Bewertung der Schießstätte im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart erstellt. Die Bewertung erfolgte im Hinblick auf die Gefährdung beim Schießen sowohl mit bleihaltigen als auch mit sogenannten bleifreien Geschossen aus Kupfer, Messing oder vergleichbar harten Materialien, den sogenannten Solid-Geschossen aus Langwaffen mit gezogenen Läufen. Nun habe ich beim Landratsamt Hohenlohekreis eine Regelüberprüfung der Schießanlage Bühlhof beantragt, die normal spätestens alle 5 Jahre erfolgen soll. Wir müssen zusammen mit einem Schießstandsachverständigen dann festlegen, welche Maßnahmen sofort erledigt werden müssen, welche etwas geschoben werden können und welche nur wünschenswert sind. Wir dürfen auch nicht aus den Augen verlieren, dass der Schießstand und das Gelände uns als Prüfungsstätte dient und deshalb so hergerichtet werden muss, dass es den Vorschriften mindestens aus lebensmittelhygienischer Sicht standhält. Wir müssen einen Maßnahmenkatalog erstellen und einen Kostenrahmen erarbeiten, um dann beim Regierungspräsidium entsprechende Fördermittel zu beantragen zu können. Zur Beseitigung der Mängel werden in den nächsten Jahren wohl einige finanzielle wie auch arbeitsintensive Aufwendungen auf die Jägervereinigung zukommen.Ein erster Arbeitseinsatz hat heute vor zwei Wochen stattgefunden, indem Rodungsarbeiten entlang der Schießbahnen erfolgten, um möglichen Abprallern an Bäumen und Sträucher vorzubeugen. Gut 20 Personen waren bei idealem Wetter mit vollem Eifer im Einsatz, so dass bereits um 15 Uhr Vollzug gemeldet wurde.

Der Grundstückseigentümer des durch den Schießbetrieb auf Tontauben angrenzenden belastetden Grundstücks ist auch weiterhin nicht bereit ist, das Grundstück zu verkaufen und duldet es auch in Zukunft nicht, dass auf seinem Grundstück weitere Ablagerungen auch in Form von Eisenschrote anfallen.Dies bedeutet, dass es auch weiterhin auf dem Schießstand Bühlhof nicht möglich sein wird, auf Tontauben zu schießen.

-Das für uns im vergangenen Jahr bedeutende Event war die Landesgartenschau in Öhringen. An insgesamt, mit Auf- und Abbau, 14 Tagen haben wir das Hoftheater eindrucksvoll in eine heimische Feld,-Wald- und Wiesenlandschaft verwandelt, was bei der Bevölkerung und den Besucher großen Anklang gefunden hat.Es war eine beeindruckende Präsentation der heimischen Wildarten, der Jagd als Solche, der Forstwirtschaft, des Hundewesens, des Brauchtums und der Jagdhornbläser. Es konnten viele Vorurteile gegen die Jagd ausgeräumt werden und wir bekamen fast nur positive Kritik zu hören. -Ein ganz wichtiger und finanzieller Schwerpunkt unseres Vereins ist nach wie vor die Jungjägerausbildung. Auch 2016 wurde wieder einen Blockkurs für die Ausbildung der Jungjäger durchgeführt und sehr erfolgreich abgeschlossen. Zwölf Interessenten haben an dem Kurs teilgenommen und alle haben die Prüfung mit einem hervorragenden Wissensstand erfolgreich abgeschlossen.Für dieses brilliante Ergebnis wurde nochmals allen Ausbildern um Ausbildungsleiterin Katrin Fröhlich gedankt.

-Die Jagdhornbläsergruppe Öhringen hat 2016 am Landeswettbewerb für Jagdhornbläser in Pforzheim teilgenommen und wurde in der Klasse “Gemischte Gruppe“ von 22 Teilnehmer mit ihrem Vortrag mit dem ersten Platz belohnt.

Es folgte ein Fachvortrag „Aktuelle Herausforderungen in der Forstwirtschaft“ von Karl-Heinz Lieber über die Entwicklung unserer Wälder.So zeigte er unter anderem auf,wie sich der Baumbestand im Klimawandel ändert.Der große Verlierer ist die Fichte.

In seinem Schlusswort ging der KJM noch auf folgendes ein:

Herr Jakob wurde als neuer Nachsuchenführer vorgestellt.

Es erging ein erneuerter Aufruf an die Mitglieder des Hegerings 2, denn dieser steht immer noch ohne Hegeringleiter da. Es muss doch möglich sein,das sich jemand bereit erklärt, mit zu arbeiten und Verantwortung übernimmt, damit der Hegering auch in Zukunft Bestand hat.

Des weiteren ist jeder Jagdausübungsberechtigte verpflichtet , Schweißproben von Wildschweinen zur Erkennung der Afrikanischen Schweinepest beim Veterinäramt abzugeben. Wir müssen 2017 insgesamt im Hohenlohekreis 58 Proben abgeben. Bei einer Streckenzahl von ca. 1600 Wildschweinen im Jahr 2016 sollte dies kein Problem darstellen, da auch 2017 noch genügend Wildschweine unsere Wälder durchstreifen.

Das Veterinäramt bittet auch darum, wegen der bei uns festgestellten Geflügelpest vom Typ H5N8, jeden erkannten Vorfall zu melden. Gleichzeitig ruft das Ministerium landesweit alle Jägerinnen und Jäger dazu auf, erlegte Enten und Gänse zur Beprobung zur Verfügung zu stellen.Die Untersuchung der Wildvogelbestände ist eine wichtige Maßnahme, um unsere Hausgeflügelbestände vor der Geflügelpest zu schützen.

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