Hubertusmesse mit anschließender Hubertusfeier

Geistlicher Beistand für Waidmänner
Kreisjägervereinigung Hohenlohe feiert Hubertusmesse
Artikel in der Hohenloher Zeitung von Andreas Scholz

16.09.2017

Wenn sich im Herbst das Laub verfärbt, gibt es fast nichts Schöneres als einen Spaziergang in der Natur. Auch die Mitglieder des Kreisjägervereinigung Hohenlohe zieht es in der bunten Jahreszeit ins Freie – allerdings mit Feldstecher, Jagdhorn und Gewehr. „Im Herbst beginnt die Drückjagd, wenn die Wildtiere mit der Aufzucht der Jungen längst fertig sind“, erklärt Robert Volpp. Im Jagdfokus stehen dabei vor allem Wildschweine, die während der Erntezeit im Herbst auf den Äckern und Wiesen viel Nahrhaftes finden. „Das Schwarzwild hat sich in Hohenlohe stark vermehrt“, weiß der Kreisjägermeister. Robert Volpp und seine Jägerkollegen holen sich vor dem Start in die Hauptjagdsaison auch den Beistand ihres Schutzpatrons ein. Nach der Legende gilt der Heilige Hubertus von Lüttich seit dem Mittelalter als Schutzpatron der Schützen und Hunde. Legende Dem Adligen, der auch Bischof von Lüttich war, soll auf der Jagd einem Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen erschienen sein, was Hubertus’ Leben eine Wendung gab. Das Leben und Wirken des Schutzpatrons der Jäger, um den sich seit dem 11. Jahrhundert diese Legende rankt, steht am Samstag Abend bei der Hubertusmesse in Hollenbach im Blickfeld. Mit 250 Besuchern ist die Dreschhalle bis auf den letzten Platz besetzt, als Gemeindepfarrer Ulrich Hartmann und Dekan Ingo Kuhbach vom katholischen Dekanat Hohenlohe durch den ökumenischen Gottesdienst führen. Die beiden Pfarrer sprechen den Jägern Mut für die bevorstehende Hauptjagdsaison zu. Während der Hubertusmesse erklingen immer wieder Jagdhörner. Auch bei der anschließenden Hubertusfeier kommen die Jagdhornbläsergruppen der Kreisjägervereinigung häufig zum Einsatz. Die Hubertusfeier beginnt mit einer bewegenden Ansprache von Robert Volpp. „Der Klimawandel wird von führenden Politikern verneint, um Lobbyisten noch mehr Wachstum zu ermöglichen“, so der Kreisjägermeister. Er macht klar, dass die Folgen des Klimawandels inzwischen auch das Aufgabenspektrum der Jäger zwischen Kocher und Jagst beeinflussen. „Wir Jäger setzen uns daher für die Erhaltung der Artenvielfalt und die nachhaltige Nutzung von natürlichen Lebensräumen ein“, unterstreicht Volpp. Auch dass ursprünglich gebietsfremde Wildtierarten wie Marderhund oder Waschbär inzwischen durch die zerschnittene Landschaft zwischen Jagst und Kocher streifen, behalten die Jäger im Auge. Mit der Bestandsregulierung von Wildtieren zur Wahrung des ökologischen Gleichgewichts, der Biotop-Pflege sowie naturpädagogischen Angeboten für Kinder und Schulklassen hebt Robert Volpp in seiner Rede weitere wichtige Aufgabengebiete der Jäger hervor. Kritik Bevor der Kreisjägermeister das Mikrofon an Landrat Dr. Matthias Neth übergibt, erklärt er dem Publikum, dass vor allem das neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz die Arbeit der Waidmänner im Kreis zunehmend erschwere. „Die Bürokratie hat dadurch massiv zugenommen“, moniert Volpp. „Die Umstellung auf das neue Gesetz war sicher nicht einfach. Aber ich denke, dass wir da inzwischen gute vernünftige Lösungen gefunden haben“, entgegnet Matthias Neth beschwichtigend. Der Landrat würdigt die Kreisjäger als „Teil des Umweltschutzes“, der „Überpopulationen und ökologische Ungleichgewichte“ reguliere. Auch falls der Wolf zurückkehre oder die Schweinpest aus Osteuropa in Richtung Deutschland auf dem Vormarsch sei, komme den Jägern beim „Schutz der Nutztiere“ eine noch wichtigere Rolle zu.von Andreas Scholz

 

Nachtrag von S.Köhler-Kuttner

Mit einem herbstlichen Wildtierdiarama wurden die Besucher in der Dreschhalle empfangen.Nachdem die Halle schon zur Hubertusmesse voll besetzt war, mußte zur Hubertusfeier noch aufgestuhlt werden.Mit so einen regen Besuch hatte niemand gerechnet,wo doch das Interesse in den letzten Jahren nachgelassen hatte. Aber die Organisatoren des HR 1 hatten alles im Griff, so das jeder ein Plätzchen fand.Auch mußte niemand hungrig nach hause gehen,als das Essen aus ging, es wurde prompt eine Alternative nachgeliefert.

Nach den Grußworten der Gäste und der Hubertusrede des KJM erhielten die Jungjäger der letzten zwei Jahre ihren Jägerschlag.

Drei Mitglieder unserer KJV wurden für ihr Engagement für unsere KJV mit der silbernen Verdienstnadel geehrt.

Herbert Arnold-Biotopobmann(leider nicht anwesend)

Rainer Heusser-Schiessobmann

Kuno Throm-Hundeausbildung und Hundeprüfungswesen

Bei einem Sketch wurden die Lachmuskel der Gäste gefordert.

Großen Anklang fand die Tombola.So das im ersten Auslosgang alle Preise an den Mann/die Frau gingen.Von den Öhringer Jagdhornbläsern hatten gleich vier Bläserinnen eine Glücksnummer und konnten sich einen Preis aussuchen.

Zum Abschluss spielte der Alleinunterhalter Tobias Rupp zur Unterhaltung und zumTanz auf.

 

 

 

 

 

 

Erstellt am 16.09.2017
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