Passionierter Waidmann zeigt Kindern die Vielfalt der Natur

Ein Bericht der Hohenloher Zeitung von Anne Bucka vom 27.08.2016 über das private Engagement von Wilhelm Hofmann.

Erstellt am 03.09.2016

Es ist nicht gelogen, es ist einfach nur nicht wahr“, erklärt ein passionierter Jäger seine ganz eigene Sprache – das Jägerlatein.

Wilhelm Hofmann erzählt während der Wanderung um Kocherstetten viel über die Natur und das Jagdwesen und davon ist bestimmt fast alles wahr. Der Naturliebhaber bietet seit zehn Jahren ein Kinderferienprogramm an.

Es sei ihm wichtig, den Kindern Nähe zur Natur zu vermitteln. Mit seinem Jägerkollegen Christian Baumann wandert er fast zwei Stunden mit den Kindern durch Wald und Wiesen. Dabei lernen die Kinder, die Baumarten voneinander zu unterscheiden. Ist es eine Eiche,Esche oder eine Walnuss? „Die Nüsse dürft ihr aber nicht einfach so mitnehmen, das wäre Diebstahl“, warntHofmann und grinst verschmitzt.

Esgeht einen steilen Hang hinauf, vorsichtig an einem Hornissennest vorbei und weiter an eine Anlockstelle für Wildschweine. Durch die Monokulturen hätten sich die Wildschweine in den letzten Jahren stark vermehrt, sagt Hofmann.Wenn eskeine Wölfe und Bären mehr gibt,müssen eben die Jäger diese Arbeitmachen.

Neben dem Jägerlatein gibt es noch eine andere Fachsprache. Hofmann macht ein Ratespiel daraus,wie die Körperteile der Tiere in derJägersprache heißen.

Die Ohrendes Hasen? Ganz einfach, das sind die Löffel. Aber wie heißen die Ohren beim Schwein? Schon schwieriger. Nach einigen Hinweisen kommen die Kinder darauf: Unter Jägernspricht man von Tellern.

Jagdhündin Trixi geht voraus, steil bergauf und quer durch den Wald. Plötzlich werden große Löcher im Boden sichtbar. Es sind Dachs- und Fuchsbauten. Hofmann erklärt, dass meist der Dachs die Arbeit mache und der Fuchs dann bequem in die gegrabene Höhle einziehen kann. Außerdem warnt er vor dem gefährlichenFuchsbandwurm.

Die Kinder klettern auf Hochsitze, steile Hänge hinauf und auf Geröllhaufen, die vom Hochwasser in den Klingen übrig sind. Nach besonderen Mineralstücken im Geröll wurde ehrgeizig gesucht

Hofmann hat an der Strecke immer wieder Schautafeln aufgestellt, um die heimische Tierwelt in ihrer ganzen Vielfalt zeigen zu können.

An der Kocherwiese angekommen dürfen die Kinder Würstchen grillen und werden mit Getränken versorgt.Weit zu wandern und dabei viele neue Dinge zu lernen, ist ja auch wirklich anstrengend.

Zitat Wilhelm Hofmann:

„Es ist wichtig, den Kindern die Zusammenhänge von Natur, Tierwelt und Ökologie zu  erklären. Besonders bestaunt wurden die Tierpräparate."

Bericht und Fotos:Anne Bucka

Erstellt am 03.09.2016
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