Kampf den illegalen Waffen

Landesjagdverband: Gesetzesverschärfung erfasst nicht das Problem

Hier eine interessante Stellungnahme des Landesjagdverbandes zur Verschärfung des Waffenrechts, die von unseren Kreisjägermeister Robert Volpp vollste Unterstützung erfährt.Zumeldung zur dpa-Meldung „Ministerin sieht noch Handlungsbedarf beim Waffenrecht“ vom 10. 9. 2012:Der Landesjagdverband Baden-Württemberg kritisiert, dass das Problem des Waffenmissbrauchs am falschen Ende angepackt wird. Die ganz überwiegende Anzahl der Waffen, mit denen Straftaten begangen werden, seien in illegalem Besitz. Sie würden weder von Gesetzesverschärfungen noch von Kontrollen legaler Waffenbesitzer erfasst. Der Erfolg dieser Maßnahmen sei deshalb verschwindend gering. 98 % der Straftaten mit Waffengebrauch in Deutschland werden mit illegalen Waffen begangen. Ministerin Altpeter sollte es deshalb unterlassen, Jäger, Schützen und andere Legalwaffenbesitzer weiterhin unter Generalverdacht zu stellen. Als Sozialministerin sollte sie sich stattdessen dafür einsetzen, dass diese nicht weiter gegängelt werden.Der Landesjagdverband fordert daher im Einklang mit dem Deutschen Jagdschutz-Verband in Berlin: „Wenn der Staat dieselbe Energie, die er für die Überprüfung der legalen Waffenbesitzer aufwendet, in die Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes stecken würde, hätten wir schon eine Menge erreicht.“ Dies hat auch die Polizeigewerkschaft kürzlich gegenüber der dpa bestätigt: „Nicht die legalen Waffen sind unser Problem, sondern die illegalen.“ Laut Deutschem Jagdschutz-Verband sind in Deutschland etwa sieben Millionen legale Waffen registriert. Schätzungen für illegale Waffen belaufen sich auf 20 bis 40 Millionen.Jäger benötigen geeignete Waffen, um behördliche Abschusspläne zu erfüllen, um Wildseuchen und Verbissschäden durch Überpopulationen zu verhindern und um verletztes Wild z. B. nach Verkehrsunfällen zu erlösen. Um Missbräuchen vorzubeugen, setzen die Jäger auf Sorgfalt in der Ausbildung: Wer den Jagdschein erhalten will, muss hohe Anforderungen an seine persönliche Zuverlässigkeit und Eignung erfüllen.

Erstellt am 28.02.2014
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