Der KJM informiert:

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Herr Dr. Hartmann, Leiter der Veterinärbehörde des Landratsamtes Hohenlohekreis, hat mich vor kurzem darauf angesprochen, dass nach Änderung des Lebensmittelhygienerechts vom 11.5.2010 die für Wild geltenden Lebensmittelhygienevorschriften für die Untersuchung auf Trichinen und die Probeentnahme durch Jäger geändert worden sind und bald --- ab 21.11.2010 von den Veterinärbehörden angewendet werden.

Am grundsätzlichen Verfahren der Trichinenprobenentnahme durch den Jäger hat sich nichts geändert:

1. Wer bereits für die Trichinenprobenentnahme geschult wurde, braucht keine neue Schulung.

2. Wer mit der Trichinenprobenentnahme in seinem Revier beauftragt wurde, darf weiterhin in diesem Revier Trichinenproben entnehmen.

3. Auch weiterhin kann die Probenentnahme z.B. bei Drückjagden durch einen amtlichen Tierarzt oder amtlichen Fachassistenten entnommen werden.

Neu ist:

1. Wer eine bereits erteilte Beauftragung zur Trichinenprobenentnahme auf den gesamten Hohenlohekreis als Jagdausübungsberechtigter und auch als Jagdgast (neu) erweitern will, kann dies beim Veterinäramt gegen eine Verwaltungsgebühr von 12,50 € beim Veterinäramt schriftlich

2. Eine Beauftragung kann beim Veterinäramt des Landkreises des Wohnortes oder des Erlegeortes beantragt werden. Sinnvoll ist die Beauftragung in dem Landkreis, in dem das beprobte Stück bis zum Vorliegen des Ergebnisse verbleibt.

3. Allen neuen Beauftragungen werden wir ein Merkblatt über die neuen Regelungen beifügen.

Das Veterinäramt erinnert daran, dass

1. bei Wildschweinen 2 Proben entnommen werden müssen und zwar aus dem Zwerchfellpfeiler und dem Vorderlauf jeweils mindestens 10 Gramm Muskulatur,

2. die Wildmarke grundsätzlich bei jedem Stück Schwarzwild anzubringen ist, bei dem eine Trichinenprobe selbst entnommen worden ist,

3. die Proben mit der Nummer der Wildmnarke gekennzeichnet werden müssen,

4. ein Wildursprungsschein für jedes Stück Schwarzwild, bei dem selbst eine Probe entnommen wird, ausgefüllt und mit der Nummer der Wildmarke versehen mit der Probe bei der Untersuchungsstelle abgegeben werden muss

Die erforderlichen Informationen stehen auch im "Jäger Baden-Württemberg" Ausgabe 10/2010.
Wer sich zum ersten Mal beauftragen lassen will, kann nach einer entsprechenden Schulung einen Antrag beim Veterinäramt stellen. Sofern doch noch eine weitere Schulung erforderlich sein sollte, werden wir in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt HOK diese Schulung anbieten.

Nach derzeitigem Stand ist diese aber nicht erforderlich.

Als Anlage habe ich ein Merkblatt über die Neuregelungen beigefügt.

Kreisjägermeister Andreas Köhler

Erstellt am 28.02.2014
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